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Wie mixt man eine Bloody Mary?

 

Ein echter Hangover-Killer: die Bloody Mary. Doch bei welcher Gelegenheit trinkt man den Cocktail und warum heißt er so?

Eine Bloody Mary enthält – als geschmacksprägendes Element –vor allem Tomatensaft. Eigentlich das nutzloseste Getränk überhaupt, das man seltsamerweise nur im Flugzeug erträgt. Oder aber, wenn man unter einem ordentlichen Kater leidet. Warum die Bloody Mary so gut beim Hangover hilft, hat jedoch weniger mit dem Tomatensaft zu tun: Es ist die ordentliche Menge Wodka, die dem Körper wieder auf die Beine hilft. Denn ein Kater ist unter anderem die Entzugserscheinung auf den übertriebenen Alkoholgenuss – der gesund erscheinende Tomatensaft ist eher Psychologie.

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Bloody Mary: Gut fürs schwere Köpfchen

Das Originalrezept

Die Zutaten für eine Bloody Mary stammen eher aus dem Küchenregal als aus der Hausbar. Schwer zu mixen ist sie jedenfalls nicht. Das Originalrezept:

  • - 5 cl Wodka
  • - 15 cl Tomatensaft
  • - 1 Spritzer Zitronensaft
  • - 1 Spritzer Worcestersauce
  • - 1 Spritzer Tabasco
  • - schwarzer Pfeffer
  • - Salz
Alle Zutaten im Shaker gut schütteln und auf einige Eiswürfel in ein hohes Cocktailglas seihen. Fertig! Die Entstehungsgeschichte der Bloody Mary ist sagenumwoben. Klar scheint jedoch, dass ihn die französische Barlegende Fernand „Pete“ L. Petoit (1900 – 1975) erfand. Laut der populären Legende soll sie Petoit in den 30er Jahren in der „King Cole-Bar“ des St. Regis Hotel von New York das erste Mal kreiert haben. Daran gibt es jedoch in europäischen Barkreisen erhebliche Zweifel.

Die Bloody Mary ist eine Pariserin

Denn der Barkeeper Petoit arbeitete schon vorher in der berühmten „Harry’s New York Bar“ in Paris. Und in dem Lokal, wo die Stars und Künstler dieser Zeit sich die Klinke in die Hand gaben, musste sich ein Barmann gewaltig anstrengen. Was zusätzlich für diese zweite, europäische Theorie spricht: Wodka war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in den US-Bars als Getränk überhaupt nicht üblich. 1:0 also für Paris.

Die Bloody Mary – eine Reminiszenz an eine englische Königin?

Auch beim Namen gibt es zwei Versionen. Die eine lautet: Die Bloody Mary wurde nach der englischen Königin Maria Tudor (1516 – 1558) benannt. Sie erhielt den selbigen Beinamen, weil sie hunderte von Protestanten hinrichten ließ. Niemand geringeres als ihre Nachfolgerin Elisabeth I. hatte ihr diesen „Spitznamen“ verpasst. Version zwei: Von Barlegende Petoit selbst wird kolportiert, „einer der Jungs“ habe ihm den Namen vorgeschlagen, weil ihn der Drink an ein Mädchen aus dem „Bucket of Blood Club“ in Chicago erinnere. Die amerikanische Story scheint die wahrscheinlichere, da sie eine klassische Assoziationskette darstellt – bei Phantasienamen oft weit verbreitet. Denn welcher Amerikaner beschäftigte sich zwischen 1920 und 1930 in einer Bar schon mit englischer Geschichte des 16. Jahrhunderts? Kaum jemand. Sieht also ganz nach einem 1:1 zwischen New York und Paris aus. Es gibt noch ein weiteres Argument für die US-Variante: Mit „einer der Jungs“ war ein ganz bestimmter Jemand gemeint: Ernest Hemingway war sein Name – seine vierte Ehefrau hieß Mary Welsh. Ob sie wohl die Namenspatin der Bloody Mary war?

Klaus Mergel
 

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