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Münchner Oktoberfest: So kommen Sie ins Wiesn-Bierzelt

 

Es ist der meistgefürchtete Satz auf dem Münchner Oktoberfest: Wegen Überfüllung geschlossen. Da steht man nun, hat einen Durst wie Ivica Olic nach 90 Minuten plus Verlängerung und darf nicht rein ins Bierzelt. Frustrierend. Damit Ihnen solche Erlebnisse zukünftig erspart bleiben, erklärt der Berater wie es klappt, mit dem Platz im Zelt.

Mal wieder auf einer Bierbank stehen, eine wildfremde Frau im Arm haben und dabei aus Leibeskräften singen. Verspüren wir nicht alle hin und wieder das Bedürfnis danach? Eben. Und weil man dieser Art von Freizeitvergnügen nirgendwo so ausgelassen, hemmungslos und sozial geradezu erwünscht nachgehen kann wie auf dem Münchner Oktoberfest, gibt es da ein kleines Problem. Ein Platzproblem. Zu viele Menschen wollen zum selben Zeitpunkt das Gleiche: rein ins Bierzelt. Um nun zu vermeiden, dass Sie zu jenen traurigen Gestalten gehören, die sich zu Hunderten durstig und ohne wildfremde Frau im Arm stundenlang vor verschlossenen Bierzelten drängen, in der irrigen Annahme, dass das irgendwann schon noch klappt mit dem Reinkommen, haben Sie im Prinzip drei Optionen: 1.) Reservieren, 2.) Zum richtigen Zeitpunkt auf die Wiesn gehen, 3.) Insiderwissen über Hintertüren, Reservierungseingänge und Zigarettenpausen von Bedienungen anwenden – und dabei auf ein bisschen Glück hoffen. Aber der Reihe nach.

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Münchner Oktoberfest: Falls Sie Plätze im Bierzelt reservieren wollen, tun Sie es am besten schon ein Jahr im Voraus

Münchner Oktoberfest: Rechtzeitig reservieren

Der gut organisierte Wiesngänger schickt schon im November ein Fax an das Zelt seiner Wahl und reserviert für das folgende Jahr. Sobald er die Zusage hat – meist nicht vor April – klemmt er sich dann ans Telefon, ruft sämtliche Kumpels an und versucht ihnen das Versprechen abzuringen, an einem bestimmten Tag ein halbes Jahr später auch garantiert mit auf die Wiesn zu gehen. Denn das mit der Reservierung funktioniert so: Sie ist zwar kostenfrei, allerdings kann man nur ganze Tische (also für 10 Personen) reservieren und muss pro Person im Voraus eine Mindestmenge an Verzehrgutscheinen (meist zwei Maß und ein halbes Hendl) bezahlen. Ganz gut also, wenn einen die Kumpels dann nicht hängen lassen. Falls sie es doch tun, ist das zwar ein Anlass, sich ein paar Gedanken über die Zusammensetzung des eigenen Freundeskreises zu machen, aber nicht zwangsläufig ein finanzielles Problem: In der Regel können Reservierungen noch bis wenige Wochen vor Wiesnbeginn storniert werden.

Münchner Oktoberfest: Zum richtigen Zeitpunkt hingehen

Der clevere – aber nicht mit einer Reservierung ausgestattete – Wiesngänger vermeidet vor allem eines: Samstags auf die Wiesn gehen. Falls sich das aber nicht umgehen lässt, lohnt es sich, früh da zu sein. Das heißt in diesem Fall: 8 Uhr. Ja, morgens. Die deutlich entspanntere Variante ist ein Besuch am Sonntag, da reicht es ganz gemütlich gegen 12 Uhr anzurücken. Einzige Ausnahme: das mittlere Wiesnwochenende, im Volksmund auch bekannt als Italiener-Wochenende. Scharen von Südländern machen sich für diese zwei Tage traditionell auf den Weg zur Theresienwiese – und sie kommen nicht, weil man dort so schön Riesenradfahren kann. Relativ gemütlich geht es auf der Wiesn unter der Woche zu, tagsüber versteht sich, abends unterscheiden sich die Bilder nämlich kaum von denen am Wochenende. Wer montags bis donnerstags nicht später als 15 Uhr da ist, kann in den meisten Zelten problemlos einen Platz bekommen. An Freitagen sollte man besser schon mittags da sein.

Münchner Oktoberfest: Trotz Überfüllung reinkommen

Der wahrhaft ausgebuffte Wiesngänger schert sich nicht um all die eben gegeben Ratschläge, denn er kennt die kleinen Tricks, mit denen man trotz des großen „Wegen Überfüllung geschlossen“-Schildes an der Tür ins Zelt kommt. Ungerührt spaziert er an der missmutigen Menschentraube vor dem Haupteingang vorbei und checkt erst mal alle Seitentüren. Geht da irgendwo ab und zu eine auf? Falls ja, platziert er sich davor und geht, sobald sich die Tür mal wieder öffnet und ein paar Menschen hinausspazieren, mit größtmöglicher Selbstverständlichkeit am Ordner vorbei hinein. Sollte der Security-Mensch das nicht zulassen, versucht er ihn mit Worten zu überzeugen. Dabei ist er kreativ. Denn er weiß: Die Geschichte von den Verwandten/Freunden/Kollegen/Geschäftspartnern, die drinnen auf ihn warten, hat der Ordner schon am ersten Wiesn-Samstag so oft gehört, dass er sich nicht mal mehr darüber amüsieren kann.

Münchner Oktoberfest: Am Ordner vorbeikommen

Sollte der Mann an der Tür trotz allem hart bleiben, ist das für den Wiesnprofi kein Problem. Entweder versucht er es jetzt ganz plump mit Bestechung (wovon wir selbstverständlich abraten!), oder er ändert seine Taktik und wirft ein Auge auf die Bedienungen. Steht da irgendwo eine und macht Zigarettenpause? Wenn ja, versucht er, sie mit ein bisschen Charme dazu zu bringen, ihn an den Ordnern vorbei ins Zelt zu schleusen. Und falls auch das nicht klappt, hat der gewiefte Schlawiner noch eine letzte List auf Lager: Er macht sich auf den Weg zum Reservierungseingang des Zeltes. Dort herrscht stets ein reges Kommen und Gehen. Denn auch wenn alle anderen Zelttüren dicht sind, finden all die gut organisierten Wiesngänger mit ihren Reservierungen dort Einlass. Und wenn ein paar nette Vorab-Reservierer darunter sind, dann nehmen sie ihn als Teil ihrer Gruppe einfach mit rein, unseren ausgebufften Besucher des Münchner Oktoberfests.

Sie haben es trotz aller Bemühungen nichts ins Zelt geschafft? Dann schauen Sie sich doch die anderen Must-Sees des Oktoberfests an!

Alexander Neumann
 

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