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Filmfehler: die größten Hollywood-Actionklischees

 

Explodierende Autos, Laserkanonen und Feuer im Weltall – in Filmen stellt sich so Manches als Alltag dar, was in der Realität nicht funktioniert. Der Berater hat die häufigsten Filmkonventionen einem Faktencheck unterzogen.

Der Superagent rennt von Feinden verfolgt durch ein Gebäude. Links und rechts von ihm schlagen die Kugeln mit hellen Blitzen ein. Schließlich rettet er sich durch einen Sprung durch ein geschlossenes Fenster. Diese Szene würde in der Realität ganz anders ablaufen. Zuerst einmal erzeugen Pistolenkugeln keine Blitze beim Abprallen von Wänden, auch nicht von Metalloberflächen. Und dann würde der Sprung durch ein geschlossenes Fenster den Geheimagenten seiner Majestät sicherer umbringen als jede Kugel. Denn jede der dabei entstandenen Scherben ist so scharf wie ein Rasiermesser und würde ihn in fein säuberliche Stücke zerschneiden. Solche Filmfehler gehören schon so sehr zum Standardrepertoire von Filmen, dass sie Zuschauer oft nicht in Frage stellen. Dabei begegnen sie einem überall.

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In Actionfilmen wird gern scharf geschossen. Doch wie realistisch ist das?

Filmfehler bei der Verfolgungsjagd: Warum jeder Actionstreifen auf sie angewiesen ist

So sind Autos wahre Todesfallen, wenn es nach den meisten Filmen geht. Wie anders lässt sich erklären, dass sie bei einem Crash sofort in Flammen aufgehen. Egal wie voll der Tank ist. Auch eine Karre, auf die geschossen wird, explodiert gern in einer riesigen Rauchwolke (außer natürlich, der Held sitzt drin). Die Wirklichkeit sieht anders aus. Natürlich können Autos nach einem Unfall ausbrennen, aber das geschieht so langsam, dass die Insassen meist noch entkommen können. Lediglich die giftigen Gase, die dabei entstehen, sind lebensgefährlich. Generell ist es aber gar nicht so einfach Benzin zu entzünden. Denn nur das Gemisch aus Luft und Benzingas brennt, und nicht der flüssige Stoff selbst. Wenn also der Held oder Schurke lässig seine Zigarette in die Benzinlache schnippt, dann würde er damit wahrscheinlich eher die Zigarette auslöschen als den Gegner.

Filmfehler im Weltall: Ohne sie wäre es auf der Enterprise nur halb so spannend

In Science-Fiction-Filmen werden viele Widersprüche zu den Naturgesetzen mit futuristischen Erfindungen erklärt, etwa künstlicher Gravitation in Raumschiffen oder Lichtgeschwindigkeit. Trotzdem bleiben ein paar Gesetze auch in solchen fantastischen Filmen bestehen. Wenn Raumschiffe majestätisch über die Leinwand rauschen und dabei lautstark Salven aus ihren Laserkanonen abschießen, so verwundert es schon, wo denn die Geräusche herkommen. Schließlich brauchen Schallwellen ein Medium wie Luft, in dem sie sich ausbreiten können. Doch so etwas macht sich im Vakuum eher rar. Aus demselben Grund können übrigens auch keine Flammen aus den getroffenen Raumgleitern schlagen. Und die in grellem Licht kreuz und quer zuckenden Laserstrahlen? Die sieht man auch nicht, selbst wenn sie da wären. Das kann jeder mit einem Laserpointer ganz leicht testen. Nur wenn der konzentrierte Lichtstrahl durch Staub oder Gas gebrochen wird, ist er sichtbar. Das sind lediglich ein paar der häufigsten Fälle, in denen es Filme mit der Wirklichkeit nicht ganz so ernst nehmen. Doch jetzt mal ehrlich: wenn Filmemacher plötzlich alle Regeln der Realität beachten würden, wären ihre Geschichten vielleicht näher am wahren Leben, aber wahrscheinlich auch viel langweiliger. Solange Filme Spaß machen, verzeiht man Filmfehler doch gern.

Dominik Drozdowski
 

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