Zigarren sind Naturprodukte. Und deswegen ist die richtige Zigarrenlagerung genauso wichtig wie die richtige Platzierung von Blumen. Keine Sorge, das bedeutet jetzt nicht, dass jeder Zigarren Aficionado unbedingt den braunen Daumen braucht, und der Nachbar muss sich während des Urlaubs auch nicht darum kümmern. Die Zigarren müssen lediglich an einem geeigneten Ort gelagert werden. Denn, so Jens Schrader vom Zigarrenhaus Arnold André (www.arnold-andre.de): "Ihr Tabak ist empfindlich, wenn sie zu trocken gelagert werden, werden sie spröde, können schnell brechen und werden scharf“. Wer es jedoch zu gut meint und seine Zigarren zu feucht lagert, der lässt sie schimmeln. Auch nicht schön.
Doch wie bei den Pflanzen gibt es auch bei den Zigarren Unterschiede. So sind die maschinell gefertigten Shortfiller eigentlich ganz pflegeleicht, da sie ein Gemisch vieler verschiedener gerissener Tabakblätter enthalten. Ihnen ist die Zigarrenlagerung ziemlich schnurz. Solange Sie sie nicht zu großen Temperaturschwankungen aussetzen, können Sie die Shortfiller sogar in der Sockenschublade aufbewahren. Etwas heikler sind dagegen die Longfiller. „Sie werden von Hand aus ganzen, feuchten Tabakblättern hergestellt und müssen daher besonders gelagert werden, damit sie ihre Qualität und ihren Geschmack nicht verlieren und nicht austrocknen“, erklärt Schrader. Als Richtline empfiehlt er eine Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent.
Weil aber nicht jeder sein Arbeitszimmer auf 70 Prozent Luftfeuchtigkeit einstellen möchte, um im klitschnassen Hemd seine Zigarren zu rauchen, werden die guten Stücke üblicherweise in einem sogenannten Humidor gelagert. In diesem - meist hölzernen - Behälter können die kostbaren Zigarren unter optimalen Klimabedingungen liegen. Passable Humidore gibt es schon ab 30 Euro aufwärts, von der schlichten Standard-Ausstattung bis hin zum Modell mit Zedernholz-Auslegung für den extra Zigarren-Komfort. Das Zedernholz unterstützt die Aroma-Entwicklung und schützt außerdem vor dem heimtückischen Angriff von Schädlingen. Für alle Sprachfüchse und Hobbyhandwerker abschließend noch einen Tipp: Einen tauglichen Humidor kann man auch ganz leicht selber basteln. Dazu braucht man eigentlich nur eine Tupperdose, einen Schwamm, über den man die Feuchtigkeit mit destilliertem Wasser reguliert und ein Hygrometer.
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