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Rauchen abgewöhnen – und zwar endgültig

 

Rauchen abgewöhnen? Soll ja ganz vernünftig sein. Immerhin stinken Zigaretten, verursachen Krebs, kosten auf Dauer einen Haufen Asche und seit dem liebestötenden Rauchverbot lassen sich die Dinger in Diskos nichtmal mehr zum Anbandeln zweckentfremden. Trotzdem kommen wir von den Glimmstängeln einfach nicht los. Doch mit diesen Tricks ist Schluss mit der Nikotin-Sklaverei

Angeblich, so sagen Studien jedenfalls, nimmt jeder dritte Raucher etwa fünfmal im Jahr die Mission „Rauchen abgewöhnen“ in Angriff. Das Frustrierende daran ist, dass es gerade einmal vier Prozent schaffen, nach einem Jahr immer noch rauchfrei zu sein. Schuld an der miesen Quote beim Rauchen abgewöhnen trägt wie sooft unser Gehirn.

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Rauchen abgewöhnen: Fünf Methoden, um die Finger vom Glimmstängel zu lassen

Rauchen abgewöhnen ist Kopfsache

In Laien-Sprache formuliert funktioniert Rauchen abgewöhnen in etwa so: Das Nikotin stimuliert das Gehirn des Rauchers, wodurch sich dort Nikotinsensoren bilden, die für das Zigarettenverlangen verantwortlich sind. Bei jedem, der sich nun das Rauchen abgewöhnen will, schreien die Sensoren nach dem tödlichen Gift. Verwehrt man ihnen das Gewünschte, sind die Folge Unruhe, Reizbarkeit und Konzentrationsschwäche.

Rauchen abgewöhnen durch Sport

Ein denkbarer Weg für jeden, der sich das Rauchen abgewöhnen und sein Gehirn zum Schweigen bringen möchte, ist, sich sportlich zu betätigen. Nicht nur, weil sich beim Hanteltraining im Gym eh schlecht die Fluppe halten lässt, sondern vor allem, weil Sport das Gehirn des Süchtlings beeinflusst. Eine Studie des Berufsverbandes Deutscher Psychiater hatte eine Versuchsgruppe von Rauchern zehn Minuten beim Sport schwitzen lassen und ihnen anschließend Zigaretten-Fotos gezeigt, während ihre Gehirnaktivitäten aufgezeichnet wurden. Tage später wurde der Versuch ohne sportliche Tätigkeit im Vorfeld wiederholt. Die Untersuchung ergab, dass es ohne Sporteln zu einer gesteigerten Aktivität in den Zentren des Gehirns kommt. Wer sich hingegen körperlich ertüchtigt, hat ein weit geringeres Verlangen nach einer Zigarette – das Rauchen abgewöhnen fällt leichter.

Rauchen abgewöhnen durch Aversionstherapie

Für wen das Programm „Rauchen abgewöhnen und dabei auch noch fitter werden" dann doch zu viel des Guten ist, der kann auf andere Methoden, wie die Aversionstherapie, zurückgreifen. Sie geht davon aus, dass der Raucher positive Empfindungen beim Gedanken an eine Zigarette erlebt. Entspannung, Stimulation oder sei es nur die Erinnerung an die heiße letzte Nacht vor der Zigarette danach. Diese werden bei der Aversionstherapie durch unangenehme Reize ersetzt. Hauptsächlich mittels Überdosen von Nikotin oder Elektroschocks, während man Zigaretten-Fotos betrachtet. Das Ganze ist allerdings nicht ganz ungefährlich, weswegen man sich das mit dem Sport zum Rauchen abgewöhnen doch lieber nochmal durch den Kopf gehen lassen sollte.

Rauchen abgewöhnen durch Hypnose

Nach einem ähnlichen Prinzip zum Rauchen abgewöhnen, aber weit ungefährlicher, arbeitet auch die Hypnose. Dabei wird der Patient, der sich das Rauchen abgewöhnen möchte, in einen Trancezustand versetzt, in dem auf das Unterbewusstsein des Rauchers eingewirkt wird. Genau wie bei der Aversionstherapie werden auch hier zunächst die klassischen Rauchrituale analysiert und anschließend die dabei empfundenen angenehmen Gefühle durch negative ersetzt. Wer nach dem Fingerschnipps wieder zu sich kommt, wird beim Gedanken an eine Zigarette in Zukunft nur noch den Geschmack von Asche im Mund schmecken. So weit die Theorie jedenfalls. Für andere wiederum ist das reiner Hokuspokus.

Rauchen abgewöhnen durch Akupunktur

Für diejenigen haben die Chinesen dann noch die Akupunktur zum Rauchen abgewöhnen im petto. Dabei piekt der Akupunkteur drei Nadeln in die Suchtpunkte am Ohr, um das Verlangen nach der Kippe zu bremsen. Dadurch sollen die Entzündungserscheinungen gemildert und die Sucht gestoppt werden. Die Wirkung ist allerdings von Raucher zu Raucher unterschiedlich. Bei den einen schlägt sie heftig, bei anderen nur minimal und bei wieder anderen gleich gar nicht an.

Rauchen abgewöhnen beginnt im Alltag

Aber ganz gleich, ob man sich nun hypnotisieren, mit Nadeln pieksen oder sich doch lieber unter Starkstrom setzen lässt - Situationen, in denen der Wille auf eine harte Probe gestellt wird, werden beim Rauchen abgewöhnen immer wieder vorkommen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Infos unter wwww.rauchfrei-info.de ) empfiehlt dafür die Vier A-Tipps:

  • Aufschieben: Ruhige und entspannende Tätigkeiten vorschieben, wenn man einen Drang zur Zigarette verspürt.
  • Ausweichen: Situationen meiden, in denen naturgemäß geraucht wird.
  • Abhauen: Zünden sich Freunde genüsslich eine an, einfach aus dem Zimmer gehen, bis das eigene Verlangen wieder verklungen ist.
  • Ablenken: Situationen und Tätigkeiten suchen, in denen man nicht auf die Idee kommt, eine zu rauchen. Womit wir übrigens wieder beim Sport im Fitnessstudio wären.

Maximilian Reich
 

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