Michelin-Sterne sind ein internationales Zeichen für hervorragende Küche. Drei Stück an der Zahl kann der ambitionierte Küchenchef für sein Restaurant erkochen. Erfahren Sie mehr über die Geschichte des Michelin-Sterns, die Kriterien bei der Vergabe und darüber, welche Köche sich im Moment (Stand: Dezember 2009) in Deutschland über einen oder mehrere Sterne freuen können.
Die Lebensgeschichte der Michelin-Sterne für gute Küche beginnt 1920, als die Brüder Michelin auch Restaurants in ihren Michelin-Reiseführer aufnehmen. Erstmals werden nach einer eigenen Klassifizierung Restaurants in verschiedenen Regionen Frankreichs bewertet. 1926 wird den Köchen und Restaurants unter dem Begriff des Michelin-Sterns eine greifbare Auszeichnung verliehen. Der zweite und der dritte Stern werden 1931 in die Bewertungsskala aufgenommen. Zunächst wird nur die französische Provinz verzeichnet und ab 1933 dann auch die Pariser Sterneküche. Einer der ersten Dreisterneköche war Eugénie Brazier. Bemerkenswert ist auch das Restaurant von Paul Bocuse in der Nähe von Lyon in Frankreich, das sich seit 1965 jedes Jahr drei der heiß begehrten Michelin-Sterne sichert. Im Jahr 1950 wurde der erste „Rote Michelin“ veröffentlicht – ein internationaler Gastroführer der Michelin Brüder, in dem seither jedes Jahr Restaurants und Hotels aufgeführt sind, die für herausragende Leistungen in Küche und Service mit Michelin-Sternen geehrt wurden. Der „Rote Michelin“ verdankt seinen sprechenden Namen übrigens seiner äußeren Aufmachung: ein rotes Buch, das bestens in die Handtasche Ihrer Frau passen dürfte. Neben dem „Roten Michelin“ waren die Michelin-Brüder auch für die ersten Karten und Routenplaner Europas verantwortlich, die auch für den normalen Bürger erschwinglich waren.
Ein Michelin-Stern steht für sehr gute Küche, zwei Sterne werden einem Koch verliehen, dessen Essen einen Umweg wert ist und drei Sterne sind ein guter Grund für eine Reise zu dem Restaurant. Dies sind Definitionen der einzelnen Sternekategorien, die 1936 festgelegt wurden und bis heute ihre Gültigkeit haben. Köche und Restaurants, die ihre Sterne auf Dauer halten möchten, müssen beständig kreative Küche und einen ausgewöhnlich guten Service bieten. Sollte dies nicht in jedem Jahr der Fall sein, können die Sterne auch wieder durch die Michelin-Kommission aberkannt werden. Die genauen Kriterien der Michelin-Testesser sind der Öffentlichkeit jedoch unbekannt – schließlich möchte man Schummeleien vermeiden.
Deutsche Köche haben 2010 einen Grund zum Jubeln, denn in diesem Jahr werden 23 hiesige Restaurants das erste Mal mit einem Stern im Michelin-Restaurantführer verzeichnet. Insgesamt sind nun 225 deutsche Restaurants mit einem oder mehreren Sternen in dem Gourmet-Guide vertreten. Darunter 18 mit zwei Sternen und einige wenige mit drei Sternen. So kocht auch Harald Wohlfahrt in seiner Schwarzwaldstube im Hotel Traube-Tonbach in Baiersbronn wieder unter dem Siegel der drei Michelin-Sterne. 15 Köche mussten die hart ergatterten Sterne wieder abgeben. Meist nicht etwa aus Qualitätsgründen, sondern wegen der Wirtschaftskrise – viele Restaurants mussten im Jahr 2009 schließen.
Weitere Online-Angebote von Hubert Burda Media
AMICA . BUNTE . CINEMA . ELLE . FIT FOR FUN . FOCUS Online . Freundin . Guter Rat
Haus+Garten . Hubert Burda Media . HolidayCheck . Lust auf Genuss
MAX . Playboy . Playmate Casting . Mein schöner Garten . Mein Youngtimer
Super Illu . TV Spielfilm . TV Today . sevenload