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Welches Pflanzenöl passt zu welchem Gericht?

 

Öl ist die Geheimwaffe in der Küche. Es ist gesünder als Butter oder andere tierische Fette, eignet sich besonders zum Kochen und Braten und macht einen würzigen Geschmack. Aber Achtung: Nicht jedes Öl ist für jeden Zweck ideal. Der Berater stellt Ihnen die wichtigsten Pflanzenöle mit ihren wertvollsten Inhaltsstoffen vor.

Das Olivenöl – der Allrounder

Das bekannteste Pflanzenöl ist das Olivenöl: ein echter Allrounder, der in keiner Küche fehlen darf. Daneben gibt es jedoch eine Anzahl anderer Pflanzenöle wie Maiskeim- oder Sonnenblumenöl, die sich alle hervorragend zum Sautieren und Schmoren eignen und ebenfalls Salate verfeinern können, bei denen ein milder Ölgeschmack erwünscht ist. Experimentieren Sie ein wenig mit verschiedenen Sorten und unterschiedlichen Marken, auch aus Feinkostläden, dann finden Sie heraus, was Ihnen nicht nur schmeckt, sondern auch gut tut. Die Kosten sind von der Qualität des Öls abhängig.

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Weitere Pflanzenöle

  • Avocadoöl wird aus raffiniertem Fruchtfleisch gewonnen. Es ist reich an einfachen ungesättigten Fettsäuren, gut zum Braten, für Salat-Saucen und für Mayonnaisen.
  • Distelöl hat einen leicht nussigen Geschmack. Es wird aus Distelsamen hergestellt und ist reich an Linolsäuren, weshalb es nur gering erhitzt werden sollte. Dafür ist es umso besser geeignet für Salate, Rohkost und Gemüse.
  • Hanföl hat einen außergewöhnlichen intensiven Geschmack und ist ideal für Salat-Variationen. Es wird aus den Samen gewonnen und enthält nicht nur 80 Prozent ungesättigte Fettsäuren, sondern auch dreifach ungesättigte essentielle Gammalinolensäure.
  • Kürbisöl wird stark geröstet und heiß gepresst, damit es seinen kräftig-nussigen Geschmack entfalten kann. Es ist ein dickflüssiges Öl mit dunkelgrüner Farbe und als Bauernkernöl der Steiermark bekannt – eine besondere Spezialität. Es ist für warme Gerichte geeignet wie Bratkartoffeln mit Sülze und besteht aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren.
  • Leinöl ist reich an dreifach ungesättigter essentieller Alphalinolensäure und eines der wertvollsten Speiseöle überhaupt. Es wird aus der Saat gewonnen und gerne zu Pellkartoffeln mit Quark gegessen, ebenso zu anderen warmen Speisen.

  • Maiskeimöl hat einen hohen Bestand an Vitamin E und ist sehr gesund durch die essentielle zweifach ungesättigte Linol-Ölsäure. Es ist zu schade zum Braten, eignet sich aber bestens für Salat-Saucen oder gedünstetes Gemüse. Maiskeimöl wird aus winzigen Körnerkeimen kalt gepresst und filtriert.
  • Rapsöl ist ein Allrounder. Es enthält viel Vitamin E und Provitamin A (Karotin), das aus seiner kalt gepressten Saat gewonnen wird. Mit 55 Prozent hat es einen hohen Gehalt an Ölsäure.
  • Sesamöl wird oft für asiatische Speisen verwendet, ist aber auch ideal für Salate und Gemüsegerichte. Der Geschmack ist exotisch und aromatisch-nussig. Das Öl wird aus den Körnern gewonnen und besteht aus Linolsäure und Ölsäure.
  • Sojaöl enthält mehrfach ungesättigte essentielle Fettsäuren mit Linol- und Linolensäure. Es wird aus kaltgepressten Soja-Bohnen gewonnen und sollte nicht verwechselt werden mit Soja-Sauce.
  • Sonnenblumenöl wird aus Saatkernen ohne Schalen kaltgepresst. Es beinhaltet zweifach ungesättigte essentielle Lonolsäure und einfach ungesättigte Ölsäure. Es ist ideal zum Kochen und Dünsten, hält den Cholesterinspiegel niedrig und ist ein echter Klassiker in der Küche.
  • Traubenkernöl ist lecker für Dressings und zum Braten. Es besteht aus Weintraubenkernen.

Aromatisierte Öle

Richtig lecker sind aromatisierte Pflanzenöle. Diese können einfach selber hergestellt werden, indem Sie ein preisgünstiges oder natives Olivenöl kaufen. Das gute Olivenöl „extra vergine“ ist zu schade, um damit zu experimentieren, aber alle anderen können Sie mit Kräutern wie Rosmarin, Majoran, Knoblauch oder Chili versetzen. Extravagante Variationen – wie Estragonöl, Fenchelöl, Orangenöl, Pfefferminzöl, Steinpilzöl, Trüffelöl oder Zitronenöl – sind auch möglich. Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Am besten gelingt Ihr neues Lieblingsöl, wenn Sie frische Kräuterzweige in eine Flasche des Öls Ihrer Wahl geben und das Öl vier bis sechs Wochen an einem dunklen, kühlen Ort ruhen lassen. So behalten die Kräuter ihre Farbe. Wer schneller an sein aromatisiertes Öl kommen möchte, kann es extrahieren. Das geht, indem man das Öl mit dem gewünschten Zusatz etwa eine halbe Stunde lang in einem Topf mit kochendem Wasser erhitzt. Das Öl kann dadurch das Aroma besonders gut entfalten. Oder man greift zum Pürierstab und mixt das Öl mit den Kräutern gemeinsam durch und seiht das reine Öl anschließend durch ein Sieb ab. Da Aromastoffe am besten von Fett gelöst werden, sind Öle sehr leicht mit neuen Geschmacksrichtungen zu versetzen.

Anja Damm
 

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