Die gute Nachricht zuerst: Wenn ein Mann es geschafft hat, einer Frau seine Unterwäsche zu präsentieren, hat er mit dem Rest seiner Kleidung schon sehr viel richtig gemacht. Die schlechte Nachricht: Die falsche Unterhose kann, auch wenn man bereits kurz vor dem Ziel ist, ziemlich viel kaputtmachen. Es verhält sich bei Männern und Frauen ähnlich, aber eben doch nicht gleich: Männer macht der Anblick einer ausgeleierten altrosa Omabüchse auch nicht gerade glücklich, doch sie würden eine Eroberung nicht deswegen aufgeben. Viele Frauen sind da wesentlich weniger schockresistent. Leider ist die (Textil-)Realität unter der männlichen Hose oft ein Albtraum. Die Mehrheit trägt immer noch Sport- oder Seniorenslips, Modell Karl-Heinz. Doch das, was Frauen untendrunter sehen wollen, sind eng anliegende, einfarbige, am besten weiße Briefs, unbedingt mit Beinansatz. Slips sind nicht gut, denn sie sind das Gegenteil von sexy und erinnern an – richtig: Karl-Heinz. Boxer gehen gerade noch, aber nur wenn sie unifarben sind. Alle Motive (Comics, Weihnachtsmänner, Bärchen usw.) sind streng verboten. Noch strenger verboten: Tangas und Strings – die sollte man italienischen Porno- stars überlassen. Sehr wichtig: Die Unterwäsche darf weder aus-geleiert noch vergilbt noch mit einem Grauschleier belegt sein. Man hält es nicht für möglich, aber ich habe schon alles oben Genannte an durchaus ansehnlichen Körpern gesehen. Glaubt mir: Kein Mann tut sich damit einen Gefallen! Übrigens gibt es auch Männer (wie etwa der Rocksänger Lenny K.), die aus Prinzip ganz auf Unterhosen verzichten. Das kann durchaus seinen Reiz haben, muss aber zum Mann passen. Ich finde: lieber ohne als mit Karl-Heinz.
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