Ein Einstecktuch zu tragen, erfordert Mut – keine Frage. Es gilt schließlich nicht umsonst als Aushängeschild für den aristokratischen Mann. Doch wer denkt, es gibt viele Regeln zu beachten, irrt.
Egal, ob Blazer, Sportsakko, oder Windbreaker: Solange die Oberbekleidung eine Brusttasche besitzt, darf der Träger diese mit einem Einstecktuch schmücken. Und das sogar ganz unabhängig davon, was er drunter trägt. Um trotzdem nicht „overdressed“ zu wirken, sollte man das Einstecktuch jedoch eher zu festlichen Gelegenheiten tragen. Das heißt, zu Frack oder Smoking. Auch farblich sind keine Grenzen gesetzt, sofern sich die Farben nicht mit der restlichen Kleidung beißen. Als Neuling in Sachen Einstecktuch empfiehlt es sich, erstmal auf zwei Exemplare zu setzen: Ein schlichtes weißes Seidentuch kann man immer verwenden, sobald man auch ein weißes Hemd trägt. Die etwas farbenfrohere Variante ist ein Tuch mit Paisley-Muster, also einem Muster mit bunten, ornamentartigen Blattformen. Ein Qualitätsmerkmal sind übrigens die handgerollten Kanten des Einstecktuches.
Die einfachste Faltweise ist auch gleichzeitig die am weitesten verbreitete. Hierzu ergreift man die Mitte des Seidentuches mit der einen Hand und umfasst die hängenden Tuchspitzen mit der Anderen. Der geschlossene Teil des Strangs wird nun hinter das lose Ende geklappt und das Tuch so in die Brusttasche gesteckt, dass die Spitzen oben herausschauen. Aber Vorsicht: Zu sehen sein dürfen, laut Etikette, nicht alle vier Enden des Tuchs, sonder nur drei. Die mittlere Spitze des Einstecktuchs sollte zudem vor den beiden anderen liegen.
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