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Der richtige Hemdkragen: genau Ihre Kragenweite

 

Welchen Hemdkragen kann man offen und welchen geschlossen tragen? Mit oder ohne Krawatte? Wissen Sie nicht? Kein Grund, sich gleich ins Hemd zu machen

Hemdkragen ist nicht gleich Hemdkragen. Hier erfahren Sie, welcher Kragen zu welchem Anlass passt.

Button-Down-Kragen – der Sportliche

Bereits bei seiner Geburt machte der Button-Down-Kragen eine sportliche Figur: Weil der Hemdkragen den Polospielern im Weg war, bändigten sie ihn mit zwei Knöpfen am Hemd. Bis 1950 galt das Button-Down-Hemd als Sporthemd. Heute sieht man es als klassische Freizeitmode. Bis heute bleibt das Button-Down ein Hemd, das ohne Krawatte getragen wird. Outfit-Tipp: Am besten mit einem festeren Sakko – etwa aus Tweed – kombinieren, das unterstreich die Lässigkeit des Hemdes.

Button-down-Kragen.jpg
Button-Down-Kragen: Der Freizeit-Klassiker

Tap-Kragen – der Akkurate

Er wirkt ein wenig steifer als andere Kragen. Soll er auch, da er mit dem Tab – einem kleinen Stoffbündchen – die Krawattenhälften zusammen hält. So kommt die Krawatte besser zur Geltung. Der Tab hebt sie an und hält sie exakt in der Kragenmitte. Weil er ohne Krawatte nicht wirkt, sieht man ihn eher selten. Aber durch die eng anliegenden Kragenspitzen macht er einen sehr eleganten Eindruck. Outfit-Tipp: Wer es eher smart mag, trägt zum Tab-Kragen eine schmale Strickkrawatte und bindet sie in einem „Four in Hand“, dem klassischen Krawattenknoten.

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Tap-Kragen: Steif, aber elegant

Kläppchenkragen – Der Elegante

Dieser Kragen wird nur zu festlichen Anlässen mit Smoking oder Frack getragen. Obligatorisch dazu ist die Fliege, die sichtbar um den Hals herumläuft und unter den Kragenspitzen sitzt. Nur die gefährlich scharf gebügelten Spitzen ragen heraus. Seinen Spitznamen „Vatermörder“ verdankt er aber nicht diesem Umstand, sondern der Tatsache, dass er in Frankreich als „Parasit“ bezeichnet wurde, weil er aus verschiedenen Hemden zusammengesetzt wurde. Wir Deutschen verstanden aber nur „Parricide“ – Vatermörder... Outfit-Tipp: Bei diesem Hemdkragen gibt es keine Experimente, hier gilt es, sich strikt an die Regeln halten: Nur zum Smoking oder Frack und immer mit Fliege.

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Kläppchenkragen: Ein "Vatermörder"?

Haifischkragen – der Formelle

Seinen Namen verdankt er der Tatsache, dass er so aussieht, als ob ein Hai ein Stück Stoff aus dem Kragen gebissen hätte. Somit ist er der breiteste unter den Krägen und verlangt deshalb nach einer breiten Krawatte, die auch breit gebunden werden sollte. Schmale Krawatten und schmale Knoten wirken hier etwas verloren. Weshalb es sich lohnt, den doppelten Windsor zu erlernen, den König unter den Krawattenknoten. Outfit – Tipp: Der Haifisch-Kragen passt perfekt zum Business-Anzug. Nicht nur wegen seinem Namen, sondern weil er kombiniert mit einer breiten Krawatte sehr seriös wirkt.

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Haifischkragen: Extra-breit

Kentkragen – der Vielseitige

Dieser Hemdkragen lässt alle Optionen offen. Er passt zu Business-Anzügen genauso wie zur Lederjacke. Die spitz und breit zulaufenden Kragenenden lassen sich offen tragen, aber auch zugeknöpft zur Krawatte. Hier passen alle Knoten und alle Krawattenformen. Diese Vielseitigkeit macht ihn zum Klassiker unter den Hemdkrägen. Seinen Ursprung hat er dem Herzog von Kent zu verdanken, der nach einer Möglichkeit suchte, seine Hemden auch mit Windsorknoten zu tragen, ohne sich beengt zu fühlen. Outfit – Tipp: Beim Kentkragen darf man kreativ sein, eleganter Anzug, robuste Lederjacke oder wie der Bundestrainer Jogi Löw: Hemdkragen einfach offen tragen.

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Kentkragen: Lässt alles mit sich machen
Alexander Runte
 

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