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Das Hawaiihemd - Aloha forever

 

Hawaiihemd, weiße Tennis-Socken in Sandalen, Hüfttasche und ein tiefroter Sonnenbrand um die Nase: So sieht der typische Ami im Urlaub aus. Nicht gerade ein gutes Argument, um selbst ein Anhänger der bunt gemusterten Oberbekleidung zu werden. Aber ist das Hawaiihemd wirklich so schlimm, wie sein Ruf?

Ein Hawaiihemd ist „speziell“, genau wie sein Träger. In den 50er Jahren verbreitete es neben Pina Colada und Südseeschlagern, Karibikflair pur. Eine Zeit, in der Frank Sinatra in „Verdammt bis in alle Ewigkeit“ brillierte und Elvis der Welt seinen Hüftschwung in „Blue Hawaii“ zeigte. Auch in den 60ern, 70ern und 80ern zierte das Hemd die beharrte, stählerne Männerbrust (Beach Boys, Magnum). Und wer polynesischen Einwohner sind ihm sowieso immer treu geblieben: Sie tragen das Hawaiihemd seit jeher als Tracht zu festlichen Gelegenheiten.

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Hawaiihemd: für die ganz Mutigen

Der kleine aber feine Unterschied

Der Unterschied zu gewöhnlichen Hemden liegt im Saum des Hawaiihemdes. Dieser ist nicht abgerundet, sondern schließt gerade ab, so dass man das Hemd über der Hose tragen kann. Zu den bekanntesten Mustern gehören Hibiskusblume und Surfer-Prints. Dieses Blumenspiel ist auch der Grund, warum man lieber sehr vorsichtig mit dem Hawaiihemd umgehen sollte.

Das Hawaiihemd – Do or Don’t?

Wichtigste Regel: Das Hemd ausschließlich in der Freizeit tragen. Fürs Büro ist es zu bunt, zu laut, schlichtweg einfach zu viel. Unbedingt zu vermeiden sind auch wilde Farbexperimente mit pinken Shorts oder gelben Sandalen. Wichtig: Das Hawaiihemd ist ein Sommer-, und Urlaubshemd. Verpflanzen Sie es deshalb nicht aus seiner ursprünglichen Umgebung! Achten Sie beim Modell auf ein unaufdringliches Muster, wie zum Beispiel ein Hemd mit ausgebleichtem Blumendruck. Zu unifarbenen, dunklen, gekrempelten Chino-Hosen mit Bundfalte und Lederslippers wirkt es lässig und cool. Darüber noch ein dezenter Blazer in dunkelblau oder schwarz, sowie ein Panama-Hut und der Look ist perfekt für die Strand-Bar. Durch die wenigen Gelegenheiten die sich bieten, um das Hemd zu tragen, reicht es völlig aus, wenn Sie ein Exemplar besitzen. Dieses sollte jedoch qualitativ hochwertig sein, damit es lange überlebt, denn bedenken Sie: Erst nach vielen Jahren hat Ihr Hemd durch den Verschleiß so viel Charisma, dass es Stil hat. Falls Sie sich nun doch nicht sicher sind, ob dieses Kleidungsstück etwas für Sie ist - lassen Sie es lieber. Fakt ist: Das Hawaiihemd sollten tatsächlich nur Männer tragen, die mindestens so cool sind, wie Johnny Depp in „Fear and Loathing in Las Vegas“.

Julia Weinacker
 

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