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Business Casual – ein schmaler Grat

 

Was genau bedeutet eigentlich der Dresscode Business Casual? Eine gelockerte Krawatte, Turnschuhe zum Anzug oder Polo statt Hemd? Worauf es bei dieser Kleiderordnung ankommt, wer eigentlich damit anfing und zu welchem Anlass sie angesagt ist – der Berater weiß es.

Business Casual grenzt sich in seiner Bedeutung von Business Formal, einer strengen Geschäftskleidung, ab. Der Ursprung dieser Kleiderordnung liegt in den 70ern, in denen wegen der Ölkrise in vielen Büros die Klimaanlagen heruntergefahren wurden, um Geld zu sparen. Wegen der Hitze wurde die geschäftliche Kleiderordnung, zu der Jackett und Krawatte gehörten, gelockert. Ein weiterer Einfluss, der zur heutigen Bedeutung von Business Casual führte, ist der in den 50ern in den USA eingeführte Casual Friday. Zum Ausklang der Woche wurde Freitags die Kleiderordnung gelockert. Polohemden und Sneaker sind an diesem Tag gestattet.

Business-Casual.jpg
Business Casual: förmlich, aber nicht streng

Merkmale des Business Casual

Allgemein hängt die Lockerung der Berufsbekleidung von der Branche ab. Wer in einer Bank arbeitet, hat weniger Freiheiten als jemand aus der Kreativbranche. In Deutschland unterscheidet sich Business Casual von der sehr strengen, formalen Geschäftskleidung leider nicht so sehr, wie Mann es sich wünschen würde. Der Anzug ist immer noch Bestandteil des Business Casual, auch wenn es ein etwas lässigerer Anzug sein darf. Schlichte Lederschuhe, im Sommer auch mal Mokassins oder Loafer, können dazu kombiniert werden. Die Krawatte dürfen Sie ganz casual weglassen. Das Hemd hingegen nicht, es kann höchstens durch ein schickes Polohemd in gedeckten Farben oder ein kurzärmeliges Anzughemd ersetzt werden. Sneaker oder gar Jeans, auch wenn sie mit Hemd und Jackett kombiniert werden, sind bei Business Casual leider nicht drin. Und auch auf kurze Hosen, egal wie schick, muss bei Business Casual verzichtet werden.

Anlässe für Business Casual

Zum Beispiel, wenn Sie zum Essen bei Ihrem Chef eingeladen sind, ist Business Casual angesagt. Aber dabei gilt immer, nicht besser angezogen zu sein als der Chef! Wer am Abend noch einen wichtigen Geschäftstermin hat, muss auf Business Casual verzichten und sich von seiner professionellsten Seite zeigen. Ein geschäftlicher Brunch ist wiederum Anlass für Business Casual, genauso wie Sightseeing während einer Geschäftsreise. Ein internes Meeting, aber außerhalb des Büros ist ebenfalls ein Fall für Business Casual. Die Arbeitskollegen wissen schließlich um die gegenseitige Professionalität, so wird mithilfe des Dresscodes Business Casual die Atmosphäre aufgelockert. Angemessen ist hier auch ein Feinstrickpullover unter dem Jackett oder eine schlichte Baumwollhose.

Annemarie Gassen
 

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