Feinrippunterwäsche mit Eingriff oder doch lieber gar kein Stoff untenrum? Die meisten Männer machen sich so wenig Gedanken wie möglich um ihre Unterwäsche. Eigentlich schade, denn es gibt für jeden Typ das optimale Modell.
Wie früher aus Feinripp und vor allem nur im Winter getragen, taucht es heute eher selten auf. Wenn Männer überhaupt noch ein Unterhemd besitzen, kommt es meist unter einem Businesshemd zum Einsatz. Doch das Unterhemd hat eine neue Nische gefunden! Bei lauen Außentemperaturen wird es auch gerne als Tank-Top zur Jeans oder Short kombiniert. Aber Vorsicht: Kleine, runde Wölbungen bleiben nur selten darunter verborgen.
Die erste ernst zu nehmende Unterhose brachte 1934 die Firma „Cooper“ mit dem Model „Jockey“ unter die Leute. Die sogenannten „Briefs“ boten durch die umgedrehte Y-Form und den Feinripp-Stoff schon damals eine tolle Passform. Heute gibt es viele verschiedene Modelle, die die individuellen Vorzüge ihres Trägers hervorheben.
Gehört man eher zu den „Genießern“, was das Essen angeht, empfiehlt es, sich bei der Unterwäsche auf lockere Modelle zu setzen. Weite Boxershorts sind hier perfekt. Sie schnüren die Haut nicht ab und verhindern, dass die unschönen „Röllchen“ aus der Hose blitzen. Schlaksige Körpertypen sollten dagegen in sogenannte Trunks investieren. Die Rede ist von locker sitzenden, weiten Boxershorts, deren Beine kürzer geschnitten sind. Der Grund: Ein eher schmaler Körperbau wird durch den größeren Stoffanteil kaschiert. Wenn Sie eher muskulös und durchtrainiert sind, haben Sie freie Wahl. Die sogenannten Hipster (auch Boxerbriefs genannt), sind besonders bei Männern zwischen 18 und 35 beliebt, denn die Kreuzung zwischen Boxershorts und Slip ist universell einsetzbar, bequem und praktisch.
Nehmen Sie sich morgens einen kurzen Moment für die Wahl Ihrer Unterwäsche, denn diese wenigen Sekunden können Ihren ganzen Tag beeinflussen. Steht ein stressiger Tag mit Anzug im Büro an, ist Unterwäsche, in der Sie sich nicht wohlfühlen, wie zum Beispiel eine weite Boxershorts, das Letzte, was Sie gebrauchen können. Der Stoff zeichnet sich unter der Anzughose ab, wirft hässliche Falten und verleiht Ihnen gleich einige Kilos mehr. Boxerbriefs sind da deutlich besser: kurz, anliegend und ohne störende Nähte. Wenn Sie abends noch ins Gym oder zum Joggen gehen, achten Sie darauf, dass die Boxerbriefs hinten keine Mittelnaht haben. Durch das Reiben beim Fahrradfahren oder Gewichte stemmen, kann es zu schmerzenden Druckstellen kommen. Man beachte bitte auch die Farbwahl: Bei hellen Baumwollhosen und transparenten Stoffen mit Leinenanteil, unbedingt zu hautfarbener Unterwäsche greifen. Was altbacken und unsexy klingt, ist von außen betrachtet sehr, sehr sinnvoll!
Okay, eine lange Unterhose ist nicht gerade sexy, aber bei bitterkalten Temperaturen eignen sie sich besonders aus Thermogewebe, etwa dick-gebauschtes Polyester. Das Material speichert durch seine Luftpolster die Wärme und isoliert. Im Sommer sollte die Unterwäsche dagegen kühlen und Wärme, beziehungsweise Schweiß von innen nach außen transportieren. Gewebe wie Light-Meryl und feines Baumwoll-Elastan sind hier perfekt.
Was die Pflege Ihrer Unterwäsche anbelangt, gilt: gute Qualität lohnt sich. Empfehlenswert ist Unterwäsche im mittleren Preissegment. Die Original-Form und der Stoff bleiben auch nach vielen Wäschen erhalten. Und wenn Sie anhand des Grauschleiers Ihrer Unterwäsche nicht mehr wissen, ob die Originalfarbe nun weiss oder schwarz war, wird es definitiv Zeit, sich neue Unterwäsche zu kaufen.
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