Rasierschaum oder Rasiergel – es ist wie ein spannender Boxkampf zwischen zwei Kontrahenten. Aber kann es wirklich einen Sieger geben? Wir sagen mal: „Let’s get ready to rumble”.
Runde eins geht locker an den Rasierschaum. Schließlich gibt es den schon viel länger. Und wenn sich etwas so lange auf dem Markt hält, kann es schon mal nicht ganz falsch sein. Da kommt der Herausforderer – das Rasiergel – mit dem ersten blauen Auge davon.
Auch bei der Anwendung hat Rasierschaum erst mal die Nase vorn. Er lässt sich meist besser dosieren, weil man die Endmenge gleich in der Hand hält. Anders beim Rasiergel: Hier muss man erst einschätzen wie viel vom Gel wie viel Schaum ergeben könnte. Sicherlich Gewohnheitssache – aber auf jeden Fall umständlicher. Der Rasierschaum liegt klar vorne.
Es stellt sich die Frage, wieso man Gel kaufen sollte, wenn es später sowieso zu Schaum wird. Wieso also nicht gleich zu Rasierschaum greifen? Hier kommt nun der Oberschiedsrichter ins Spiel. Der Dermatologe Maurizio Podda hat das Wort und es riecht ganz klar nach einem unerwarteten technischen K.o. in der dritten Runde. Er sagt: „Rasiergel hat einen klaren Vorteil. Erstens muss das Rasiergel länger einmassiert werden, um zu Schaum zu werden. Dadurch wird das Haar automatisch weicher und lässt sich leichter entfernen. Zweitens bleibt Rasiergel besser am Bart haften und sorgt so zusätzlich für weicheres Barthaar und eine schonendere Rasur.“ Damit steht der unerwartete Sieger im Duell Rasierschaum gegen Rasiergel fest.
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