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Weg mit dem Körperpelz – die perfekte Haarentfernung

 

Wallender Brustbewuchs, behaarte Geschlechtsteile und unrasierte Achseln: Für viele sind das Attribute männlicher Potenz. Doch immer mehr Männer setzten der Natur – vor allem untenrum – Grenzen. Der Berater kennt die besten Methoden der Haarentfernung für die passenden Körperzonen

In Ägypten gehört die Haarentfernung bei Männern und Frauen seit über dreieinhalbtausend Jahren zur Routine. Seit Mitte der Neunziger hat sie auch bei uns Einzug gefunden. Die Vorteile? Haarlos wirkt gepflegter, ist hygienischer – und: Das beste Stück zeigt sich in seiner vollen Pracht.

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Haarentfernung: Weil weniger manchmal tatsächlich mehr ist

Epilieren – der effektive Weg der Haarentfernung

Wer das Übel bei der Wurzel packen will, der tauscht den Rasierer gegen einen Epilierer. Zugegeben, das Gerät erinnert ein wenig an ein Folterinstrument, wenn es die einzelnen Haare mit rotierenden Pinzetten ausreißt. Doch auf diese Weise können sogar sehr kurze Haare (ab 0,5 mm Länge) gründlich entfernt werden. Dabei geht man mit dem elektrischen Epiliergerät über die völlig trockene Haut (wichtig!). Man muss die gewünschte Hautzone zwar mehrmals behandeln, bis wirklich alle Haare ausgerissen sind, allerdings kommt es bei der Epilation zu weniger Hautirritationen und Entzündungen als bei einer Rasur. Zudem beschert diese Methode der Haarentfernung vier bis sechs Wochen Ruhe vor dem Wildwuchs. Anwendungsbereiche: Arme, Achseln, Brust, Schultern, Rücken, Beine, Intimbereich.

Enthaarungscreme – der sanfte Weg der Haarentfernung

Haarentfernung für Softies: Enthaarungscremes tun garantiert nicht weh und sind als Creme oder Schaum erhältlich. Wer empfindliche Haut hat, sollte das Produkt vorher unbedingt in kleiner Menge auf die Haut auftragen und somit die Verträglichkeit testen. Es kann unter Umständen Brennen und Rötungen hervorrufen. Wer den Test aber bestanden hat, darf ruhig dick auftragen: Die Haare müssen komplett von der Creme bedeckt sein. Während der Einwirkzeit von rund zehn Minuten wird das Haarkeratin durch spezielle Wirkstoffe abgebaut. Danach die abgelösten Haare mit einem Spachtel abschaben und die Haut sorgfältig abspülen. Wichtig: Eincremen nicht vergessen! Haarlos bleibt man mit dieser Methode bis zu zwei Wochen. Anwendungsbereiche: Arme, Achseln, Brust, Schultern, Rücken, Beine, Intimbereich.

Heiß- oder Kaltwachs – der schmerzhafte Weg der Haarentfernung

Diese Methode ist definitiv nichts für Weicheier. Wem der Gedanke ans Pflaster-Abziehen schon Albträume bereitet, der sollte diesen Weg auf jeden Fall umgehen. Die Mutigen dagegen haben zwei Möglichkeiten: Kalt- oder Warmwachs. Kaltwachsstreifen gibt es gebrauchsfertig im Drogeriemarkt zu kaufen. Sie werden in den Handflächen kurz warm gerieben, dann auf der zu enthaarenden Körperstelle glattgestrichen und nach kurzer Zeit mit einem Ruck abgezogen. Die Haare werden mitsamt der Wurzel gründlich und lang anhaltend entfernt. Die Warmwachs-Methode erfordert das Erwärmen von Wachs in der Tube, am besten in der Mikrowelle oder im Wasserbad, um es anschließend individuell mit einem Spachtel auf der gewünschten Hautpartie zu verteilen. Durch diese Methode der Haarentfernung verteilt sich die Masse besser auf der Haut, was der optimalen Behandlung hartnäckiger Stellen dient. Vorgefertigte Stoffstreifen werden daraufhin auf das Wachs gelegt, glatt gestrichen und nach Erkalten des Wachses abgezogen. Enthaarung mit Warmwachs ist zwar etwas aufwändiger, aber durch die Wärme weniger schmerzhaft als die Prozedur mit Kaltwachsstreifen. Wichtig ist, die Streifen stets entgegen der Haarwuchsrichtung abzuziehen. Wem das zu aufwendig ist, kann in spezielle Waxing-Studios gehen. Vier bis sechs Wochen bleibt die Haut nach der Wachsbehandlung haarlos. Anwendungsbereiche: Arme, Achseln, Brust, Schultern, Rücken, Beine, Vorsicht bei Anwendung im Intimbereich!

Faden-Methode – der orientalische Weg der Haarentfernung

Die spezielle Faden-Methode stammt aus dem orientalischen Raum und eignet sich besonders zum Bändigen der Augenbrauen: Allerdings erfordert die Behandlung außer Baumwollgarn viel Geschick und Übung. Der Fachmann hält zwei Fäden zwischen beiden Händen und dreht Sie zu einer Schlaufe. Die Körperhaare werden nun zwischen beiden Fäden gefangen und ruckartig ausgerissen. Klingt schmerzhaft? Ist es auch. Aber die Prozedur dauert zum Glück nur wenige Minuten und das Formen der Augenbrauen mit der Fadenmethode hat viele Vorteile: Weil der Faden eine ganze Haarlinie auf einmal fasst, wird das Ergebnis meist sauberer. Bei Bedarf können auch einzelne und sehr feine Härchen im Gesicht entfernt werden. Die Haut wird dabei nur für kurze Zeit gereizt. Auch hierbei wird das Haar mitsamt Wurzel entfernt, welche anschließend zwei bis drei Wochen zur Regenerierung braucht. In Deutschland noch nicht sehr kommerziell verbreitet, bieten vor allem arabische, türkische und asiatische Salons diesen Service der Haarentfernung an. Anwendungsbereiche: Vor allem an den Augebrauen. Nur in speziellen Salons durchführen lassen!

Nurcan Özdemir
 

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